Leiterschaft vs. Management

Management is doing things right,
Leadership is doing the right things.
Peter F. Drucker

 
Management bedeutet, Dinge richtig zu tun,
Leiterschaft bedeutet, die richtigen Dinge zu tun.

 

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Brief vom Jugendleiter

Wann hast Du das letzte mal einen handgeschriebenen Brief von jemandem erhalten. So richtig mit Briefmarke und Briefumschlag, zur Post bringen und so…?

Als ich Gott gefragt habe, was zum Henker er meint mit "Beziehungsorientierter Jugendarbeit" kam ich die Antwort "Schreib halt mal einen Brief an Deine Jugendlichen!".

„Einen Brief?“

Was soll ich denn da rein schreiben, in so einen Brief? Fange ich beim Wetter an? Eine kritische Analyse der letzten Jugendstunde oder der Liedauswahl? Was soll ich denn in so einen Brief rein schreiben und warum soll das gut sein. Ich kann Emails schreiben, SMS verschicken, kann auf der Homepage Infos anonymisiert und einfacher verbreiten oder Twittern. Aber einen Brief?
Außerdem die logistische Herausforderung: Briefmarken und Briefumschläge besorgen und irgendeine Idee bekommen, was man in so einen Brief rein schreiben soll, wenn man kreativ eh am Limit fährt ist nicht zu unterschätzen.

Also, habe ich mich darauf eingelassen. Ich habe mir überlegt, wie gehe ich dieses "Brief Projekt" an und, mit wem fange ich an, über was schreibe ich?

1. An wen schreibe ich?
Ich habe mir die komplette Jugend vorgenommen, also auch die Unregelmäßigen und Wenigkommer meiner lieben Schar. Gestartet habe ich mit denen, die immer da sind und treu zur Jugend stehen, weil ich dies für einfacher hielt und habe mich zu den schwierigen fällen durchgearbeitet. Durch diese doch sehr strukturierte Art mein Briefprojekt zum Erfolg zu führen konnte ich mehr und flüssiger schreiben. Ich dachte mir, dass die Vergebungsbereitschaft, wenn ich daneben liege, bei den treuen Kommern der Jugend eher gegeben ist und habe mit den ersten 6 Leuten die Phase 1 gestartet.
Phase 2 war den unregelmäßigen und die für mich eher distanzierten Teilnehmern unserer Jugend gewidmet und eine weitere Welle an Briefen ging heraus.
Phase 3 waren meine Mitstreiter und Leiter in der Jugend denen ich auch einen Brief von mir nicht vorenthalten wollte.

2. Wie schreibe ich?
Als der Flow nach einigen versuchen da war, habe ich gemerkt, das wirklich der heilige Geist mich geleitet hat Dinge zu schreiben, von denen ich keine Ahnung hatte, dass ich das so formulieren werde. Jenseits meiner eigenen Analyse, was der Empfänger braucht oder von welchem Kalenderblatt ich nun einen brauchbaren Bibelvers bekomme bin ich in Richtungen gegangen, die mir völlig unbekannt waren. Nun ist meine charismatische Ausrichtung eher moderat, vor allem in einer stinknormalen Freikirche, aber ich habe gemerkt, wie Gott meine Sicht für die Leute und was sie betrifft in so einem Brief komplett umgedreht hat. Ich habe festgestellt, wenn man so ideenlos ist wie ich und im Wettstreit mit Weisbrot und einer Parkuhr in Sachen Formulierung und Einfühlungsvermögen gerade den 2. Platz erreicht, kann Gott wirklich wirken und man wird beschenkt. Ich habe mir echt keinen Kopf mehr gemacht, was ich schreibe, habe anstelle dessen Gott gefragt und bin meiner wenig vorhandenen Intuition gefolgt. 
Dies war echt eine coole Lektion. >Zu sehen, dass Gott reden will, ich keinen peil habe und was Gutes daraus kommt.

3. Was schreibe ich?
"Mach mit Deiner Freundin Schluss?", "Tu Buße?", " Rauchen ist Sünde?".....
Wenn ich davon ausgehe, dass der Empfänger gleich viel Heiligen Geist hat als ich, weiß er, das diese Dinge eh nicht gut sind. Und da fiel mir ein Bibelvers ein, mit welchem Themen ich meine Briefe ausstatten werde: Philipper 4,8

Und noch etwas, Geschwister: Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wir

Ok. Also nur die guten Sachen: Loben und Danken, den Leuten Mut zusprechen. Das sagen, was sie selten hören. Sich für die Mitarbeit bedanken. Für das Mitdenken und sich dabei Mühe geben, den Leuten zu sagen, wie Gott sie sieht und was ich denke, welche Gaben die Leute haben. Ermutigen und klar machen, dass Scheitern ein Teil des Erfolges ist auf dem Weg mit Jesus. In meinen Briefen an die Leute meiner Jugend ist es echt positiv intim geworden, was Mitarbeit angeht und Stärken der Leute die freigesetzt werden sollten. Jeden Brief habe ich abgeschlossen mit einer individuellen Bitte, ein Ding im Leben mit Jesus zu ändern, eine Sache anzugehen, und eine Entscheidung zu treffen. Das war mir wichtig.

4.Was ist passiert?
Tja. Was war eigentlich meine Erwartung? Eine Brieffreundschaft? Reger Austausch mit den Leuten? Eigentlich habe ich von rund 20 Briefen an meine Jugend nicht einen Brief zurück gekommen. Niemand der eine Dankes-SMS geschrieben hat. Keine Mail. War das ganze Briefprojekt ein Reinfall? Lag ich daneben?
Was will man auch erwarten, wenn ein 39 Jähriger Jugendleiter mit Legasthenie Briefe schreibt an eine 16 Jährige, ohne Parfüm aber mit Bibelversen und so....
Aber doch, da tut sich was auf. Plötzlich ändern sich Gespräche und die Kids in meiner Jugend erzählen mit mehr und tiefere Dinge ihres Glaubens, was vorher nicht da war. Jemand hat sich nach meinen Lobes Tiraden doch entschieden mit seiner Freundin Schluss zu machen. Ein Persönliches Gebet wurde gewünscht von jemandem, der echt betroffen war von meinem Brief. Eine engere Beziehung zu den Jüngeren, auch wenn ich schräge Briefe schreibe. Ein Kerl, der Probleme mit seinem Abi hat und nun überlegt, was er ändern muss, weil der Bibelvers reingehauen hat wie eine Bombe. Ich habe im Facebook Chat ein Gespräch gehabt über das Thema, wie Vergebung und Rechtfertigung wirklich in der Bibel funktioniert. Ein Paar, die sich neu aufmachen in ihrer Beziehung miteinander wirklich Jesus einzuladen.
Einen wirklichen Payback in Buchstaben hat es nie gegeben, aber tiefere Beziehungen mit den Leuten meiner Jugend und Veränderungen denen ich staunend gegenüberstehe, Entscheidungen die ein "Bußgespräch" so niemals hervorgerufen hätte!
Gott hat gesegnet!

5. Warum ist es anders?
Briefe schreiben ist anders, weil einen Brief vom Jugendleiter echt niemand erwartet. Zitternde Teenie Mädels die einen Brief mit dem Absender vom Jugendleiter in Händen halten. "Bekomme ich ärger, hab ich alles richtig gemacht?"
Die Erwartung, dass jemand gelobt wird, jemandem Mut zugesprochen wird und gesagt wird, was jemand kann war bei niemandem da! 
Mir hat das Briefe Projekt in 3 Phasen gezeigt, wie sehr Leute Lob, Anerkennung und gute Worte brauchen. Eine Mail hätte niemals denselben Effekt gehabt, da die elektronischen Nachrichten nicht anfaßbar sind. Weder der Schreiber noch der Empfänger lässt sich wirklich tief auf den Inhalt der Nachricht ein, wenn sie über das Internet oder Facebook kommt.
Leute lesen den Brief mehrere male, nehmen sich Zeit und lassen sich anders auf die Worte ein. Außerdem sind die Akkulaufzeiten von so einem Stück Papier echt ungeheuer lang und meistens habe ich meine Briefe in den Bibeln unserer Teilnehmer wiederentdeckt. Schöner Platz, oder?

6. Gott spricht!
Also, wenn Gott schon durch Esel sprechen kann und er versprochen hat, dass wenn wir den Mund nicht aufbekommen werden die Steine schreien werden, dann muss ich einsehen, dass selbst ich, als Nichtschreiberling und mit Rechtschreibschwäche von Gott eingesetzt werden kann. Ich möchte Dich ermutigen es mal auszuprobieren, was passiert, wenn Du deinen Leuten in deiner Jugend mal über ein Offlinemedium ganz nahe kommst!
Gottes Segen Dir!
-- 
Markus Emmerich

 

 

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Werte deine Botschaft aus...

Wir wünschen uns, dass Gottes Wort im Leben von Teenagern Hand und Fuß bekommt, oder anders ausgedrückt, dass unsere Predigten das Leben von Jugendlichen verändern. Dazu ist es wichtig, zu verstehen, welche Hürden es für einen solchen Effekt zu nehmen gilt. Hören die Jugendlichen zu? Verstehen sie, was gesagt wurde? Glauben sie, was sie nun verstanden haben? Merken sie sich das, was sie nun glauben? Treffen sie auch die Entscheidung, danach zu handeln? Setzen sie ihre Entscheidung auch um?

Hier eine kleine Tabelle die uns helfen soll, diese Fragen zu beantworten und herauszufinden, was den Jugendlichen hilft die Hüden zu nehmen, und was sie hindert.

Hürden Wie helfen wir Jugendlichen? Wie bremsen wir vielleicht? Was können wir ändern?
Zuhören      
Verstehen      
Glauben      
Merken      
Entscheiden      
Anwenden      

Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Denke nicht nur an Vortragsweise und Präsentation. Wo sitzen deine Teenager? Wie laut ist es im Raum? Folgen deine Jugendlichen bereits Jesus nach? Wie ist der Ablauf deiner Veranstaltung? Welche Vokabeln benutzt du in deinen Predigten?

 

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Kleine Hilfen fürs Bibellesen

Wir wollen unseren Jugendlichen helfen geistlich zu wachsen. Dazu haben wir verschiedene Werkzeuge erfunden, die sie an eine geistliche Disziplin erinnern sollen, und die gleichzeitig auch eine gewisse Hilfslinie mitgeben. Wir nennen diese Werkzeuge Habits (engl. Gewohnheiten).

Das Habit dieser Woche ist diesmal ein Lesezeichen für die Bibel.

Aufgedruckt sind folgende Fragen:

Gibt es in diesem Text

B eispiele, denen ich Folgen kann?
I rrtümer, die ich vermeiden sollte?
B efehle, denen ich gehorchen soll?
E hrenworte, die Gott mit gibt?
L ob, das ich Gott sagen sollte?
L ebenswahrheien, die ich wissen sollte?
E instellungen, die ich ändern muss?
S ünde, für die ich um Verzeihung bitten sollte?
E rfahrung, die ich gemacht habe?
N achricht, die ich an Gottschicken sollte?

 

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Tipps für Jugendliche zum Umgang mit Facebook

Wir wollen gerne, dass ihr echte Freundschaften lebt und wir glauben das Facebook/sVZ beides kann: Helfen und nicht helfen :) . Es hängt von dir ab. Deswegen ist es schlau sich Gedanken zu machen, wie man mit den Möglichkeiten, die uns das Internet bietet am besten umgeht. Hier ein paar Tipps:

Akzeptiere niemanden als Freund, den du nicht kennst
Macht man im echten Leben ja auch nicht. : )

Überleg dir, was du sagst
Wieder wie im echten Leben. Nur dass die Konsequenzen im Internet größer sind. Das was du im Internet sagst, lesen sehr wahrscheinlich viel mehr Menschen, als es im normalen Leben hören würden. Und es bleibt dort für immer. Du kannst es nicht zurück holen.
Und denk dran: Der Ton macht die Musik

Pass auf, was für Bilder du postest
Poste keine Bilder, von denen du nicht willst, dass jeder sie sehen kann. Denn genau das kann passieren. Selbst, wenn du sie nur für deine Freunde sichtbar hast. Deine Freunde können mit den Bildern nämlich machen was sie wollen.

Nicht alles was glänzt ist auch Gold
Mach nicht jedes Quiz und Spiel mit was du angeboten bekommst. Viele „Applikationen“ sind dazu da, um deine Daten zu sammeln.

Achte auf deine Privatsphäre
Pass auf deine persönlichen Daten auf. Deine echten Freunde wissen auch ohne Telefonnummer und Adresse auf deiner FB/sVZ Seite, wie sie dich erreichen können. Sag niemandem, wann du in den Urlaub fährst (und eure Wohnung leer steht). Achte auch darauf, was du deinen Freunden auf ihre Pinnwand schreibst.

Adde deine Eltern
Damit sie jedes Mal, wenn du was postest „Mag ich“ drücken können. Nein Spaß. Du bist deinen Eltern wichtig und sie interessieren sich für dein Leben.
Deswegen besteht eine sehr große Chance, dass deine Eltern dir im Falle des Falles auch mal ein gutes Feedback geben können.

Lass dich zu nichts überreden
Setze deine persönlichen Grenzen und halte dich daran, auch wenn jemand im Internet daran rüttelt. Du zeigst auch keinem Typen an der Bushaltestelle ein Bild von dir im Bikini nur weil er dich danach fragt.

Pass auf deine Freunde auf
Manchmal verleitet uns das Internet, anders zu sein als wir sind. Unsere dunkle Seite wird schneller sichtbar. Sollte dir das bei einem deiner Freunde auffallen (aggressive Kommentare, Drohungen, perverse Bilder), hol ganz schnell Hilfe (z.B. bei deinen Eltern). Du könntest ihm damit das Leben retten

 

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